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IKUA und TD-Plattform feiern ihr 20-jähriges Bestehen gemeinsam

DORTMUND- Die Internationale Kultur- und Unternehmervereinigung (IKUA) und die Türkisch-Deutsche Studierenden- und Akademikerplattform (TD-Plattform) haben ihr jeweils 20-jähriges Bestehen erstmals gemeinsam gefeiert. Bei der Veranstaltung im Dortmunder Glashaus mit Gästen aus Wirtschaft und Politik wurden fünf Persönlichkeiten für ihre Leistungen und ihr Engagement mit dem PLATTINO ausgezeichnet.

IKUA und TD-Plattform feiern ihr 20-jähriges Bestehen gemeinsam
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Den Abend eröffnete die Vorsitzende der TD-Plattform, Selin İzel Günaydın. Sie dankte ihrem Mentor, Bundespräsident a. D. Christian Wulff, und betonte, dass Menschen mit türkischen Wurzeln heute in allen Bereichen Deutschlands Verantwortung übernähmen – von Wissenschaft und Wirtschaft bis hin zu Medien und Politik. Erfolge, die früher als Ausnahme gegolten hätten, seien inzwischen selbstverständlich geworden. Umso nachdenklicher stimme es sie, dass weiterhin darüber diskutiert werde, wer zu Deutschland gehöre.
Günaydın schilderte auch die Migrationsgeschichte ihrer Familie. Vom Großvater bis zu ihr selbst, die heute als Vereinsvorsitzende die Gesellschaft mitgestalte, werde ein gesellschaftlicher Wandel sichtbar. Den Versuchen der extremen Rechten, Menschen nach Herkunft, Namen oder Glauben auszugrenzen, hielt sie entgegen: „Wir sind nicht hier, um einzufordern, Teil dieser Gesellschaft zu sein. Wir sind hier, weil wir längst Teil dieser Gesellschaft sind und sie gemeinsam gestalten.“

IKUA und TD-Plattform feiern ihr 20-jähriges Bestehen gemeinsam
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„GEH LOS, DER WEG WIRD SICH DIR ZEIGEN“
IKUA Vorsitzender Dr. Erdal Osmançelebioğlu stellte die Zusammenarbeit in den Mittelpunkt seiner Rede. Dass beide Vereinigungen ihr 20-jähriges Bestehen gemeinsam feierten, sei Ausdruck ihrer gemeinsamen Ziele. Die IKUA sei 2006 gegründet worden, um ein Netzwerk zu schaffen, das Menschen aller Kulturen und Nationalitäten offenstehe. Beide Organisationen bauten Brücken zwischen Menschen, Kulturen, Ländern und Institutionen, knüpften Netzwerke und betrachteten unterschiedliche kulturelle Hintergründe als Stärke.
Menschen mit Einwanderungsgeschichte gestalteten die Gesellschaft, indem sie Unternehmen gründeten,

IKUA und TD-Plattform feiern ihr 20-jähriges Bestehen gemeinsam
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Arbeitsplätze schafften und in ihren Städten Verantwortung übernähmen. Unternehmertum bedeute deshalb mehr als wirtschaftlichen Erfolg: Es gehe auch um Verantwortung für die Gesellschaft, in der man lebe. „Akademiker und Unternehmer mit Einwanderungsgeschichte sind nicht ein Teil Deutschlands; sie sind Deutschland“, erklärte Osmançelebioğlu.
Mit einem Rückblick auf die Arbeit der vergangenen 20 Jahre rief er zur weiteren Zusammenarbeit auf. Seine Rede beendete er mit einem Satz, den er dem Dichter und Mystiker Rumi zuschrieb: „Geh los, der Weg wird sich dir zeigen.“
BILDUNG ALS FUNDAMENT DER INTEGRATION
Die türkische Generalkonsulin in Essen, Sevinç Dağkılıç, würdigte den Beitrag beider Vereinigungen zur Stärkung der wirtschaftlichen, kulturellen und akademischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei. Besonderes Augenmerk legte sie auf die berufliche Bildung. Ausbildungs- und Praktikumsplätze für junge Menschen sowie die Anerkennung ausländischer Abschlüsse seien von großer Bedeutung. „Bildung ist das stärkste Fundament der Integration“, lautete ihre Botschaft.
WULFF WIRBT FÜR BRÜCKENBAUER

IKUA und TD-Plattform feiern ihr 20-jähriges Bestehen gemeinsam
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Ehrengast Christian Wulff stellte die Preisträgerinnen und Preisträger mit Laudationes vor. Der frühere Bundespräsident bedauerte, dass die Beiträge von Menschen mit türkischen Wurzeln zu Deutschland noch immer zu wenig sichtbar seien. Die Lebenswege der erfolgreichen Menschen im Saal seien in Teilen der Gesellschaft weiterhin nicht ausreichend bekannt.
Wulff verwies auf die Wirkung sozialer Medien, die Empörung beförderten, Menschen gegeneinander aufbrächten und gesellschaftliche Gegensätze verschärften. In einer Zeit, in der versöhnliche Positionen wenig Zuspruch erhielten, gewännen Organisationen und Begegnungen, die Brücken zwischen Menschen bauten, zusätzlich an Bedeutung.

IKUA und TD-Plattform feiern ihr 20-jähriges Bestehen gemeinsam
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Auszeichnungen würdigten nicht nur Leistungen, sondern könnten auch jungen Menschen Orientierung geben. Entscheidend sei, dass Kinder und Jugendliche im Publikum auf die Geehrten blickten und sich sagten: „In 20 Jahren möchte ich auch dort stehen.“
FÜNF PERSÖNLICHKEITEN MIT DEM PLATTINO 2026 AUSGEZEICHNET
Nach den Redebeiträgen sorgte Comedian Anıl Kaya mit einem kurzen Auftritt für Unterhaltung. Anschließend wurden die PLATTINO-Auszeichnungen im Rahmen der Laudationes von Christian Wulff überreicht.
Im Bereich Wissenschaft und Bildung ging der Preis an Prof. Dr. Fatma Deniz, Präsidentin der Technischen Universität Berlin. Sie erforscht, wie das menschliche Gehirn Sprache verarbeitet und welche Verbindungen zwischen menschlicher Kognition und künstlicher Intelligenz bestehen. In ihrer Dankesrede auf Deutsch und Türkisch bezeichnete sie sich als „Kofferkind“. Zwei Länder, zwei Sprachen und unterschiedliche Kulturen hätten ihr Leben stets geprägt. Die Frage, welches Land sie mehr liebe, lasse sich deshalb nicht einfach beantworten.
AUSZEICHNUNG FÜR UNTERNEHMERIN GÜLŞAH WILKE
Den PLATTINO im Bereich Wirtschaft und Unternehmertum erhielt Gülşah Wilke, Partnerin und Deutschlandchefin der Wagniskapitalgesellschaft DN Capital. Als Mitgründerin des Netzwerks 2hearts unterstützt sie Talente mit Einwanderungsgeschichte bei ihrer beruflichen Entwicklung in der Technologiebranche.

IKUA und TD-Plattform feiern ihr 20-jähriges Bestehen gemeinsam
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Die dritte Auszeichnung ging an Cenk Özöztürk, Geschäftsführer und Chief Operating Officer des Flughafens Köln/Bonn. Gewürdigt wurden sein Einsatz für internationale Kooperationen und die deutsch-türkischen Beziehungen. Mit dem Flughafen Istanbul Sabiha Gökçen unterzeichnete er eine Absichtserklärung für eine strategische Partnerschaft.
Den vierten PLATTINO des Abends erhielt Hüseyin Ortaç für seine Informationsangebote in den sozialen Medien, die sich an die türkische Community richten.
Als fünfter Preisträger wurde Prof. Dr. Ali Canbay, Direktor der Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, für seine Leistungen in Medizin und internationaler Forschung ausgezeichnet.

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Zum Dank überreichte TD-Plattform-Vorsitzende Selin İzel Günaydın dem Ehrengast Christian Wulff ein handgefertigtes Schachspiel. IKUA-Vorsitzender Dr. Erdal Osmançelebioğlu schenkte ihm ein Trabzonspor-Trikot mit seinem Namen. Nach dem Galadinner klang die Veranstaltung mit gemeinsamen Fotoaufnahmen aus. Reporter Online/Hülya Sancak- DORTMUND

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