LÖSEV lud Familien in Düsseldorf zum Iftar ein
Zülal Tahtakıran- „Wir wollen die Familien erreichen“
DÜSSELDORF- Mit einem gemeinsamen Iftar in Düsseldorf wollte die LÖSEV Stiftung Deutschland auf ihre Arbeit für Familien mit leukämiekranken Kindern aufmerksam machen. Neben Ehrenamtlichen und Unterstützern nahmen auch Vertreter des türkischen Generalkonsulats an der Veranstaltung teil.
Zülal Tahtakıran, die die Arbeit der LÖSEV Stiftung Deutschland in Nordrhein-Westfalen unterstützt, begrüßte die Gäste beim zweiten Iftar-Treffen und berichtete über die bisherigen Aktivitäten.

„LÖSEV Deutschland wurde 2024 gegründet. Seit 2025 unterstütze ich die Aktivitäten im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Wir arbeiten dabei eng und koordiniert mit der Zentrale in der Türkei zusammen. Heute haben wir unser zweites Iftar organisiert. Bereits im vergangenen Jahr hatten wir erstmals ein Iftar mit den Familien veranstaltet, mit denen wir in Kontakt stehen. Außerdem konnten wir unsere Ehrenamtlichen zusammenbringen“, sagte Tahtakıran.
Aktionen und Projekte in Nordrhein-Westfalen
Im vergangenen Jahr organisierte die Initiative gemeinsam mit ATİAD einen Spendenlauf zugunsten von LÖSEV, an dem auch Generalkonsul İzbul teilnahm. Darüber hinaus konnten einige Familien im Oktober zu einem Motivationsprogramm nach Ankara reisen. Dort übernachteten sie im LÖSEV-Kinderdorf und besuchten das Anıtkabir.

Auch in Düsseldorf wurden Aktionen organisiert. So veranstalteten Ehrenamtliche zu Weihnachten und zum Jahreswechsel eine Geschenkaktion für Kinder, die in der Onkologie-Abteilung der Universitätsklinik Düsseldorf behandelt werden. Eine ehrenamtliche Unterstützerin stellte dafür den Saal ihres Kindergartens zur Verfügung. Gemeinsam verpackten die Helferinnen und Helfer die von LÖSEV bereitgestellten Geschenke und übergaben sie anschließend an die Klinik.
Psychologisches Unterstützungsprogramm gestartet
Darüber hinaus hat die Organisation ein neues psychologisches Unterstützungsprogramm gestartet. Familien und Kinder erhalten dabei psychologische Unterstützung. Eine psychologische Fachkraft aus der Türkei bietet derzeit zunächst Online-Beratung an. Perspektivisch sollen auch persönliche Gespräche vor Ort ermöglicht werden.

„Es ist sehr wichtig, die betroffenen Familien zu erreichen“, sagte Tahtakıran. „Wir möchten mit ihnen sprechen und gemeinsam herausfinden, welche Unterstützung sie benötigen. Zusammenhalt erleichtert vieles. In dieser schwierigen Zeit wollen wir den Familien zeigen, dass sie nicht allein sind.“
Die Unterstützung der Ehrenamtlichen spiele dabei eine zentrale Rolle. Gleichzeitig läuft derzeit eine Ramadan-Spendenkampagne. Spenden – etwa in Form von Fitre oder Zakat – seien für die Arbeit der Organisation von großer Bedeutung.
„Wir versuchen, Familien individuell zu unterstützen“, erklärte Tahtakıran. „Jede Familie hat andere Herausforderungen – von innerfamiliären Belastungen bis hin zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Gemeinsam versuchen wir, passende Lösungen zu finden.“ Auch gemeinsam mit der neu ernannten Attachée für Familie und Soziale Dienste wolle man künftig neue Projekte entwickeln.
Generalkonsul İzbul würdigt Arbeit der Stiftung

Der türkische Generalkonsul in Düsseldorf, Ali İhsan İzbul, der gemeinsam mit seinem Sohn Pars am Iftar teilnahm, würdigte die Arbeit der Organisation.
„LÖSEV leistet beeindruckende Arbeit“, sagte İzbul. Die Organisation unterstütze leukämiekranke Kinder nicht nur medizinisch, sondern begleite auch ihre Familien mit materieller, sozialer und moralischer Hilfe.
Besonders hervorzuheben sei das ganzheitliche Modell der Stiftung. Es verbinde Gesundheitsversorgung, Bildung, natürliche Ernährung und Umweltbewusstsein miteinander und habe sich international zu einem beispielhaften Solidaritätsmodell entwickelt.
„Dass LÖSEV auch in Deutschland aktiv ist – einem Land, in dem mehr als drei Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln leben und seit über 60 Jahren zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben beitragen –, halte ich für sehr bedeutend“, sagte der Generalkonsul.
Aufruf zum türkischen Sprachunterricht
Zum Abschluss seiner Rede betonte İzbul die Bedeutung der Muttersprache für Kinder und rief Familien dazu auf, ihre Kinder zum türkischen Sprachunterricht an den Schulen anzumelden.
Zugleich lud er zur Teilnahme an den kommenden Veranstaltungen des Generalkonsulats ein – darunter die Feierlichkeiten zum 23. April und 19. Mai sowie die Veranstaltung „Hochzeit in der türkischen Kultur“, die am 8. Mai gemeinsam mit dem Yunus-Emre-Institut organisiert wird. Reporter Online/ Hülya Sancak- DÜSSELDORF




